Gleichstellungspolitik ist messbar – seit kurzem auch speziell für Niedersachsen
26. April 2010
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Vor gut einem Monat hat das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familien und Gesundheit den ersten Länderatlas für Niedersachsen vorgestellt. Der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie legte einen umfangreichen Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen vor. Dargestellt werden Partizipation, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Einkommen sowie die Lebenswelt der Frauen und Männer in Niedersachsen.
Der Atlas ist in methodischer Anlehnung an den „Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland“ konzipiert und bietet damit die Möglichkeit der Vergleichbarkeit mit anderen Regionen. Gleichstellung wird zum messbaren Indikator und ist damit ein weiteres Stück in das Bewusstsein gerückt.
Nun liegt es an allen Regionen und natürlich im starken Maße an der Landesregierung Gleichstellung in Niedersachsen wirklich auch voranzubringen und es nicht bei diesem Atlas zu belassen. Wir werden in den nächsten Jahren sehen können, ob sich die Gleichstellung in Niedersachsen verbessert hat und nicht einen „Roll-Back“ erleidet, denn von der Landesregierung sind wir diesbezüglich ja schon so manches gewohnt.
Einen großen Kritikpunkt haben wir dann aber doch noch „liebe“ Landesregierung: Gleichstellungspolitik darf nicht nur daran zu messen sein, dass „Kommunen, die jungen Eltern etwa genügend Kinderbetreuungsmöglichkeiten vorhalten, ihnen zugleich gute Rahmenbedingungen bieten, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren“ - Gleichstellungspolitik muss weiter gehen! Die Regierung muss endlich konkrete Anstrengungen unternehmen, um die Gleichstellung von Männerun und Frauen zu fördern, etwa durch eine Quote für die Wirtschaft.
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